Eine Veranstaltung mit unserem Kooperationspartner „Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e.V.“
Ausstellungsbesuch in der VHS Bielefeld: Aus der Asche von Sobibor
Die „Sobibor AG“, in der Jugendliche und Erwachsene aus Reihen der Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau, der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen und dem Haus der Generationen in Stolzenau zusammenarbeiten, bietet am
1942 hatten die Nationalsozialisten im ostpolnischen Sobibor eines der drei Todeslager der so genannten Aktion Reinhardt“ errichtet, deren Ziel die Vernichtung der Juden in Ost- und Südostpolen war. Allein in Sobibor wurden mindestens 250 000 Menschen ermordet. Am 14. Oktober 1943 fand in diesem Lager ein erfolgreicher Aufstand der jüdischen Häftlinge statt. Von den 600 sogenannten Arbeitshäftlingen“ konnten ca. 400 mit dem Mut der Verzweiflung fliehen, aber nur 47 überlebten bis zum Kriegsende. Ihnen verdanken wir das Wissen über die dortigen Geschehnisse, besonders dem Niederländer Jules Schelvis und dem gebürtigen Polen Thomas Blatt aus den USA, der in der letzten Woche verstarb. Und so weit weg uns allen Sobibor auch erscheint: 15 Opfer des Vernichtungslagers hatten verwandtschaftliche Beziehungen zu Stolzenauer Familien, zwei von ihnen waren gebürtige Stolzenauer!
Herzlichen Dank an den Rotaryclub Stolzenau!
Kurs „Tai Chi Qi Gong Yangsheng“ verschoben
„Ein Morgen vor Lampedusa“ – Szenische Lesung mit Musik
Im Anschluss an die Lesung findet ein offenes Gespräch mit diesen Gästen statt:
- Wolfgang Graeve, Verein „Ehrenamt vor Ort in Rehburg-Loccum e.V.“
- Ute Müller, Leiterin des Mehrgenerationenhauses „Haus der Generationen Stolzenau“
- Anke Struckmann, Verwaltung der Samtgemeinde Uchte, zuständig für Flüchtlingsbetreuung
Moderation: Pastor Ingo Krause
Tag der Mehrgenerationenhäuser und Bürgerfest des Bundespräsidenten mit Stolzenauer Beteiligung
Tag der Mehrgenerationenhäuser
Die Mehrgenerationenhäuser in Deutschland gewinnen nach Ansicht von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger immer mehr an Bedeutung. Schon jetzt engagierten sich zwei Drittel der Einrichtungen in der Flüchtlingsarbeit, betonte die Ministerin am 11. September zum „Tag der Mehrgenerationenhäuser“ in Berlin – das diesjährige Motto: „Engagement tut gut?!“. Die Veranstaltung war Teil der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements und fand als Vorkongress des Bürgerfestes des Bundespräsidenten statt.
Foto: Ute Müller mit Kolleginnen aus Lüneburg und Danneberg vor dem Schloss Bellevue
Mehrgenerationenhäuser engagieren sich für Flüchtlinge
In ihrem Grußwort dankte Manuela Schwesig allen Engagierten in den bundesweit rund 450 Mehrgenerationenhäusern für ihren Einsatz: „Ich bin stolz darauf, dass sich schon so viele Mehrgenerationenhäuser für Flüchtlinge engagieren. Mehrgenerationenhäuser sind auch bei der „Aktion Zusammenspiel“ dabei und organisieren Begegnungen von einheimischen Kindern und Flüchtlingskindern“, sagte die Ministerin. „Wir haben außerdem einen weiteren Schritt geschafft, um die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser langfristig zu sichern: Im nächsten Jahr werden alle derzeitigen Häuser weiter gefördert“, kündigte Manuela Schwesig an.
Der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ralf Kleindiek, übergab bei der Veranstaltung an das Mehrgenerationenhaus Pattensen die erste von insgesamt 100 Medienboxen, die von der Stiftung Lesen speziell für die Arbeit mit Flüchtlingen in den Mehrgenerationenhäusern zusammengestellt wurde. Sie enthält Bücher, Spiele, eine Lieder-CD sowie Mal- und Bastelutensilien. Insbesondere Flüchtlingsfamilien mit Kindern sollen damit unterstützt werden, die deutsche Sprache zu erlernen und etwas über die deutsche Kultur zu erfahren.
Die Arbeit der insgesamt rund 450 Mehrgenerationenhäuser baut auf der Mitwirkung vieler ehrenamtlicher Helfer auf – insgesamt sind es bundesweit mehr als 17.000. Sechs von zehn Angeboten der Mehrgenerationenhäuser werden durch freiwillig Engagierte beziehungsweise durch ihre Mitarbeit ermöglicht.
Arbeit der Mehrgenerationenhäuser dauerhaft sichern
Die Bundesregierung will die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser dauerhaft sichern. In einer Rahmenvereinbarung haben sich das Bundesfamilienministerium, die Länder und die Kommunalen Spitzenverbände erstmals zu einem gemeinsamen Engagement für die Verstetigung der Mehrgenerationenhäuser bekannt. Mit dem Kabinettbeschluss zum Bundeshaushalt 2016 und zum Finanzplan 2015 bis 2019 ist zudem ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verlängerung des Aktionsprogramms bis Ende 2016 und zur langfristigen Förderung ab 2017 gelungen.
Erinnerung!
Wir freuen uns, Sie zu einer ungewöhnlichen Theateraufführung einladen zu dürfen:
„No title – Ohne Titel“
Ein Theater-Requiem zum Thema „Holocaust“ der Theatertruppe „teatralny quadrat“ aus Belarus unter der Autorin und Regisseurin Anna Sulima

Sonntag, 27. September 2015, 18 Uhr, Kleines Theater am Weingarten, Königswall, 32423 Minden (über dem Mindener Jazzclub)
Mittwoch, 30. September 2015, 19:30 Uhr, Aula der Hauptschule Liebenau, Schloßstr.10, 31618 Liebenau
Eine Kooperation von AG Alte Synagoge Petershagen, Haus der Generationen Stolzenau und der Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau
Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende gebeten.
Das Theater-Requiem ist Erinnerung an etwa 6 Millionen Holocaust-Opfer. Welche Bedeutung haben für den modernen Menschen folgende Wörter: Völkermord, Ghetto, Konzentrationslager, Holocaust? Warum sollte sich der Mensch erinnern? Soll der Mensch über den Holocaust Bescheid wissen und sich an die Tragödie der Juden Europas erinnern? Wie viel Zeit braucht der Mensch, um zu vergessen, was Kultur ist? Und überhaupt, was ist Kultur? Was denken und wie fühlen sich die Menschen ohne Schuld schuldig zu sein, in ständiger Angst und Schrecken in Wagen in die Ghettos und Konzentrationslager gebracht zu werden? Sie mussten Demütigung und Missbrauch ertragen und gleichzeitig immer noch mit Stolz und Schmerz den Davidstern tragen, genau wissend, dass sie sterben würden, aber … Die Hoffnung hat jeder Mensch, sie wärmt die Seele und hilft zu überleben. Es hängt alles davon ab, wie tief man daran glaubt.
Das „Theatralische Labor des Experiments“ wurde auf Initiative d er Regisseurin Anna Sulima in der Geschichtswerkstatt (Minsk, Belarus) gegründet. Zunächst gab es die Idee, eine Aufführung über den Holocaust auf dem Territorium des ehemaligen Minsker Ghettos auf die Bühne zu bringen. Man plante, eine Gruppe belarussischer Menschen anzuwerben, die an der Geschichte des Holocaust Interesse haben. Die Besonderheit der künftigen Inszenierung sollte die Tatsache sein, dass junge Leute – Freiwillige, die keine professionelle Schauspielausbildung haben – dadurch selbst zu Schauspielern werden. Die jungen Teilnehmer/innen setzten sich tief mit dem Thema Holocaust auseinander und bearbeiteten das unterschiedlich e Material für die zukünftige Aufführung, d.h. in dieser Zeit wurden verschiedene Dokumente und Zeugnisse der Häftlinge des Minsker Ghettos und der Konzentrationslager Europas studiert, Fotos, Dokumentar- und Spielfilme durchgesehen. Im Stück soll eine starke Körpersprache (Mimik, Bewegung und Gestik) die Fantasie und Vorstellungskraft bei den Zuschauern wecken. Das Theaterspiel illustriert kein jüdisches Leben als solches, es gibt keine Reihenfolge der Handlungen, aber eine Menge von Bildern, Metaphern und Philosophie. Es erklingen authentische Auszüge aus den Erinnerungen und Träumen von Menschen, die selbst Schweres durchmachen mussten. Man will von Schablonen und Klischees abweichen, die Gestalt der Flüchtigkeit in der Aufführung unterstreichen, eine mächtige energiegeladene Kraft im Zuschauer durch Bildhaftigkeit und Ausdruckskraft erregen, den Zuschauer zum Nachdenken über die vorgeschlagene Thematik anregen. Auch will man in der Inszenierung viele Fragen aufrollen, die der Zuschauer selber beantworten soll.
Kontakt:
Wolfgang Battermann, AG Alte Synagoge Petershagen, 05707/ 1378
Martin Guse, Dokumetationsstelle Pulverfabrik Liebenau, 05023/ 1575
Ute Müller, Haus der Generationen Stolzenau, 05761/ 902696
Aus der Harke vom 11.9.2015
Aktuelles aus dem Netzwerk Willkommenskultur Mittelweser
Wichtige Information zur Annahme von Sachspenden:
Weder bei uns im Haus der Generationen noch im Kleiderladen des Diakonischen Werks kann leider im Moment noch Kleidung für Flüchtlinge angenommen werden, denn unsere Räume platzen aus allen Nähten! Zurzeit läuft die Suche nach einem geeigneten Raum, denn es gibt viele Spendenwillige und auch Ehrenamtliche, die sortieren und ausgeben könnten. Wir sind zuversichtlich, dass sehr bald eine Lösung gefunden wird. Wenn jemand etwas Besonderes abzugeben hat, bitte einfach vorher kurz anrufen, vielleicht wissen wir jemanden, der genau dies benötigt. Im Moment braucht eine Familie z.B. einen Hochstuhl für Kleinkinder, auch Fahrräder könnten wir noch annehmen, wenn sie weitgehend funktionstüchtig sind.
Ein großes Dankeschön an alle, die bisher gespendet haben!
VHS-Kurse im Studienjahr 2015/16
- Yoga für Frauen: Dienstag, 15.9.2015, 19:00 – 20:30 Uhr, 11 Abende: Yoga ist eine Art zu leben, ein umfassendes System, um Körper, Geist und Seele zu schulen. Viele Frauen haben das Problem, dass Körper und Geist ständig überarbeitet und gestresst sind. Ruhe und Entspannung sind die natürliche Art, den Körper wieder aufzuladen. Bequem anziehen, eine Isomatte oder Wolldecke, dicke Socken und etwas zum Trinken mitbringen.
- Englisch-Workshop: Freitag 18.9.2015, 17:00 – 18:00 Uhr, 11 Abende: Learning English by speaking English! Schulenglisch auffrischen ohne Grammatik und Vokabeln pauken? Englisch frei sprechen ohne Angst? In der Gruppe Spaß haben und englische Lieder singen? Den Stoff aus der Schule „spielend“ nacharbeiten und verinnerlichen? Das alles bietet dieser Kurs für Teilnehmende aller Altersgruppen unter Leitung eines „Native Speakers“.
- Yoga am Vormittag: Freitag, 18.9.2015, 9:15 – 10:45 Uhr, 8 Vormittage: Erfahre einen Prozess, in dessen Verlauf sich dein Körperhaltung und Wahrnehmung, deine Konzentration sowie dein emotionale Stabilität immer mehr verfeinern. Durch die achtsamen und kräftigen Körperübungen sowie durch die Atemtechniken und die Tiefenentspannung am Ende einer Yogaeinheit vermindern sich Rückenprobleme und können sich Verspannungen auf unterschiedlichsten Ebenen lösen. Wir erreichen einen kräftigen und flexiblen Körper, klare Gedanken und innere Gelassenheit.
- Tai Chi Qi Gong Yangsheng: Montag, 2.11.2015, 18:00 – 19:30 Uhr, 8 Abende: 15 Ausdrucksformen des Tai Chi Qi Gong Yangsheng könnte man der Einfachheit halber mit „Heilgymnastik“ übersetzen, bedeutet jedoch weit mehr. Voraussetzung für ein „Heil-Sein“ ist innere Ruhe, die durch das harmonische Zusammenspiel des ganzen Körpers erwächst. Wie das geht, erlernen die Teilnehmenden anhand der bewährten Qi Gong Formen. Abgerundet wird das Programm mit Selbstmassage und speziellen Lockerungsübungen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; bequem anziehen und etwas zum Trinken mitbringen.








