Besuch der Bundestagsabgeordneten im Mehrgenerationenhaus

v.l.n.r. Ursula Volans, Fred Nordmann, Marja-Liisa Völlers, Katja Keul, Polina Witte, Ute Müller

Auf Einladung des Haus der Generationen Stolzenau e.V. trafen sich die Bundestagsabgeordneten Katja Keul (B`90/Die Grünen) und Marja Völlers (SPD) mit der Leiterin des Mehrgenerationenhauses Ute Müller und dem ehemaligen Bundeswehrsoldaten Fred Nordmann, um über die aktuellen Entwicklungen in Afghanistan und deren Auswirkungen auf die örtliche Beratungsstelle zu diskutieren. Zudem sprachen sie über die drohenden Stellenkürzungen in der Migrationsberatung, die das Land Niedersachsen im Haushaltsentwurf vorsieht.
 
„Die aktuellen Umstände sind arbeitstechnisch vergleichbar mit denen von 2015/16, jedoch ist die Stimmung eine ganz andere. Damals waren die ankommenden Menschen positiv gestimmt und zukunftsorientiert, heute kommen viele Afghanen zu uns, die einfach nur weinen und um zurückgebliebene Familienangehörige bangen“, schildert Ute Müller die derzeitige Situation der Migrationsberatung. Alle Versuche, effektiv zu helfen und Familienangehörige ausfindig zu machen und nach Deutschland zu holen, würden zu nichts führen. „Ich bin fassungslos über das Zurücklassen so vieler Menschen, die über Jahre mit unseren Soldaten zusammengearbeitet haben“, so die Leiterin weiter.
 
Fred Nordmann, der als Soldat insgesamt zweieinhalb Jahre in Afghanistan verbracht hat, zeigt sich ebenfalls zutiefst enttäuscht über die Entwicklungen. Er kritisiert außerdem den geringen Stellenwert, welcher den Ortskräften schon zu Einsatzzeiten entgegengebracht worden sei. Die Ortskräfte seien nicht ernst genommen worden, obwohl sie für die SoldatInnen zu jeder Zeit den Kopf hingehalten und die Camps beschützt hätten. Nordmann macht zudem deutlich, dass schon lange abzusehen gewesen sei, dass gesteckte Ziele nicht erreicht würden und man sich auf der Stelle drehte. Umso mehr schockiert ihn die nun stattfindende Behandlung der Ortskräfte durch die Bundesregierung.
 
Katja Keul, die Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestags ist, sieht in der „Katastrophe mit Ansage“ ein klares Versagen der Bundesregierung, insbesondere von Innenminister Seehofer und Außenminister Maas. Laut der Grünenabgeordneten sei das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts de facto bereits wieder geschlossen und Listen mit Namen und Daten von zu evakuierenden Personen werden nicht mehr angenommen. Hinzu komme, dass seit Jahren Visa für den Familiennachzug nur schleppend bearbeitet würden, so dass auch Menschen, die eigentlich längst in Deutschland sein dürften, jetzt in Afghanistan festsitzen. Es könne zurzeit also nur darauf gesetzt werden, dass der zivile Luftverkehr wieder aufgenommen werden könne und die Taliban diese Menschen dann ausreisen lassen. „Allen Menschen, denen es dann eigenständig gelingt, aus Afghanistan auszureisen, dürfen bei der Einreise nach Deutschland keine Steine in den Weg gelegt bekommen“, so die Grünenpolitikerin. Die drohende humanitäre Katastrophe, welche Millionen von Menschen in dem Land betreffen werde, sei ein weiteres riesiges Problem, welches in naher Zukunft auf uns zukommen werde, erklärt Keul weiter. 

Die Chance des Gesprächs mit Bundespolitikerinnen nutzt Ute Müller auch, um auf die drohenden Stellenkürzungen aufmerksam zu machen, welche im aktuellen Haushaltsentwurf des Landes vorgesehen seien. „Trotz gestiegenem und weiter steigendem Personalbedarf nicht zuletzt durch die Afghanistankrise wird unsere Arbeit jetzt unverständlicherweise durch finanzielle Streichungen bedroht“, so Müller. Die Abgeordnete der Grünen zeigt ebenfalls deutliches Unverständnis für diese Pläne. „Jeden Cent, der jetzt in der Migrationsberatung gekürzt wird, zahlen wir hinterher doppelt und dreifach zurück. Schlechte Integration ist auf lange Sicht viel teurer als ein gut finanzierter Prozess von Beginn an“, so Keul. Alle Anwesenden sind sich einig, dass die Antwort auf die Geschehnisse in Afghanistan keine Kürzung der Migrationsberatungsstellen sein darf. Die so wertvolle Arbeit des Mehrgenerationenhauses und vieler anderer Stellen im Land müsse entsprechend wertgeschätzt werden.

1. Juli – Welttag gegen antimuslimischen Rassismus

Warum ist der 1. Juli der Tag gegen antimuslimischen Rassismus?

Am 1. Juli 2009 wurde Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden ermordet, als sie nach einer Zeugenaussage das Gebäude verlassen wollte. Der Mord an der schwangeren, 32-jährigen Pharmazeutin aus Ägypten wurde auch international zur Zäsur dafür, welche Folgen Islam- und Muslimfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus haben können. Seitdem steht der 1. Juli als Tag gegen antimuslimischen Rassismus für entschiedenes Eintreten für eine solidarische, demokratische, freiheitliche und offene Gesellschaft.

Nähere Infos gibt’s hier: https://allianzgegenhass.de/#alle-sind-gegen-rassismus-schoen-waer-s

Podcast: Ehrenamt, wichtig – schon immer!

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Der Landkreis Nienburg (Jugendpflege und Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe) und der Kreisjugendring haben eine Podcast-Reihe initiiert, in der man sich in Interviews einen Einblick in die ehrenamtliche Tätigkeit verschiedenster Menschen aus dem Landkreis verschaffen kann, um zu erfahren, was Ehrenamt bedeutet, was da läuft, welche Möglichkeiten es gibt und welche Menschen dahinter stehen. 
In Folge 28 sind übrigens wir zu hören 😉 https://vereint-nienburg.podigee.io/30-neue-episode

Laufen für die Erinnerung

Arbeitskreis Gedenken der Stadt Nienburg ruft zum Spendenlauf auf

Das vor kurzem geschändete Mahnmal am Weserwall für alle Opfer nationalsozialistischer Verbrechen in Stadt und Landkreis Nienburg soll nicht nur repariert, sondern auch mit Beleuchtung und Kameraüberwachung ausgestattet werden. 

Der Mädchen*treff, ein Angebot für Mädchen, Jugendliche und junge Frauen im Haus der Generationen, fühlt sich von diesem Aufruf angesprochen – sie machen sich auf den Weg und laufen, um einen Beitrag zu leisten zur demokratischen Erinnerungskultur und für ein friedliches Miteinander. 

Im Vorfeld werden nun Personen gesucht, die dieses Engagement unterstützen möchten und einen Euro pro gelaufenem Kilometer spenden. Jede*r kann soviel geben, wie er oder sie möchte – jede Spende, egal wie klein oder groß, ist willkommen! Die gelaufene Strecke wird dokumentiert und die gesammelte Summe komplett an den Arbeitskreis Gedenken weitergeleitet. 

Nähere Informationen zum Projekt gibt es hier: https://www.thomas-gatter.eu/home/spendenlauf/ , weitere Rückfragen beantwortet Ebru Öztürk, oeztuerk@hausdg.web.de oder 05761 902696.

DANKE!

Gerade hat Gooding wieder eure Einkaufsprämien an uns überwiesen.
Vielen Dank, dass ihr beim Einkaufen an uns gedacht habt!

Unsere Bitte:
Denkt auch in Zukunft an den kleinen Umweg über Gooding! Je mehr mitmachen, desto mehr Prämien bekommen wir.

Um Gooding beim Einkaufen nicht zu vergessen, gibt es sogar eine kleine Erweiterung für euren Browser. Die erinnert euch automatisch an unseren Verein: 
https://www.gooding.de/haus-der-generationen-stolzenau-e-v-27014/toolbar

Erzählt auch euren Freunden davon: Über 1.700 Shops zahlen eine Prämie an uns, wenn man über Gooding bei ihnen einkauft! eBay, OTTO, Lieferando und viele weitere machen mit. 

Danke für eure Hilfe!

Online einkaufen und unseren Verein unterstützen

Noch immer sind die Geschäfte vor Ort geschlossen, kaum jemand kommt um den Online-Einkauf herum.
 
Aber auch wenn ihr online einkauft, könnt ihr vor Ort etwas Gutes tun – indem ihr unsere Vereinsarbeit unterstützt! 
 
Das funktioniert ganz einfach:
Besucht vor eurem Einkauf https://www.gooding.de/haus-der-generationen-stolzenau-e-v-27014 und kauft dann ganz normal ein. Der Online-Shop unterstützt uns dann mit einer Prämie, ohne dass ihr selbst mehr bezahlen müsst! 
 
Bei Gooding machen über 1.700 Shops mit. Neben eBay, OTTO, Tchibo und anderen großen Shops sind auch viele kleinere Unternehmen dabei, die oft sogar noch günstiger als der Online-Riese Amazon sind.

Falls ihr noch mehr über diese einfache Idee erfahren möchtet, schaut euch einfach das kurze Erklärvideo an: https://www.youtube.com/watch?v=ECCasC4jO0k
 
Danke für eure Hilfe!

2021 – manches ist anders…

2021 Öffnungszeiten

… anderes bleibt zu Beginn des neuen Jahres so, wie 2020 geendet hat 😦

Unsere derzeitigen Öffnungszeiten sind dem Türschild zu entnehmen, offene Angebote können nach wie vor nicht stattfinden, alle Beratungen erfordern eine Anmeldung zur Terminvergabe.

Wir nehmen gerne schriftliche Anmeldungen für die ab März geplanten VHS-Kurse entgegen, können aber natürlich noch nicht sicher sagen, ob die dann stattfinden können.

Faszientraining/ Yogatanzen:

Montag, 22.03.2021, 18:00 – 19:30 Uhr, 6 Abende, 36,-€

Montag, 22.03.2021, 19:30 – 21:00 Uhr, 6 Abende, 36,-€

Dienstag, 23.03.2021, 19:00 – 20:30 Uhr, 7 Abende, 42,- €

EDV

Workshop Smartphone/ Tablet (Aufbau): Mittwoch, 21.04.2021, 18:30 – 20:00 Uhr, 3 Abende, 22,20 €

Kurse Smartphone/ Tablet (Einstieg), IPhone/ iPad oderEinstieg in Windows 10 (Laptop) können gerne angeboten werden, bei Interesse bitte melden!

Deutsch

Deutsch als Zweitsprache A1 – A2: Der Kurs findet online oder als Präsenzkurs statt, wenn mindestens 7 Anmeldungen vorliegen.

Aktuelle Informationen 19.03.2020

2020-03-17 Geschlossen.pages

Angesichts der Corona-Pandemie hat auch das Mehrgenerationenhaus Haus der Generationen Stolzenau seit Montag geschlossen. Das Team arbeitet im Homeoffice, eine persönliche Beratung vor Ort ist derzeit nicht möglich. Die Beratung geht aber selbstverständlich digital und telefonisch weiter. Wir bitten um Kontaktaufnahme per Mail an hausdg@web.de oder direkt an die Mailadressen der zuständigen Kolleg*innen.

Alternativ sind wir zu folgenden Zeiten auch telefonisch zu erreichen: Montag bis Freitag: 9:00 bis 13:00 Uhr.

Alle Gruppen, Kurse und Veranstaltungen fallen mindestens bis zum 18. April aus, z.B. Volkshochschulkurse, Hausaufgabenhilfe („Lernen und Spielen“), Einzel-Lernförderung, Frauenfrühstück und Mädchentreff, ebenso die für den 26. März geplante Mitgliederversammlung des Vereins.
Kooperationsprojekte ie der Frauentanzabend und die Ausstellung YouniWorth müssen ebenfalls zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden, ebenso die geplanten Aktionen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.
Wir haben uns außerdem entschlossen, auch die für den 22. April geplante Kochaktion „Toleranz im Topf“ schon jetzt abzusagen.
Wir hoffen auf Einsicht und Verständnis und auf ein Wiedersehen bei guter Gesundheit!

Aktuell! 16.03.20

In Absprache mit der Samtgemeinde Mittelweser haben wir heute entschieden, das Haus der Generationen Stolzenau  wie alle anderen öffentlichen Einrichtungen zu schließen. Wir sind von 9:00 bis 13:00 Uhr telefonisch und immer per E-Mail erreichbar. Einzeltermine mit bekannten Ratsuchenden für dringende Fragen können abgesprochen werden, neue Klient*innen nehmen wir zurzeit nicht an. Diese Regelung gilt zunächst für zwei Wochen, danach werden wir über das weitere Vorgehen neu entscheiden.
Wie alle anderen Veranstaltungen fällt auch unsere für den 26.3. geplante Mitgliederversammlung aus, zu einem neuen Termin wird rechtzeitig eingeladen.

Aktuelle Meldung!

13.3.2020, 12:10 Uhr
Soeben erreicht uns die Mitteilung des Nds. Kultusministeriums, dass ab kommenden Montag auch in Niedersachsen der Betrieb von Schulen und Kindertageseinrichtungen eingestellt wird:
 
An öffentlichen allgemein und berufsbildenden Schulen findet ab dem kommenden Montag (16.03.2020) kein Unterricht statt. Nach bisherigem Stand soll die Maßnahme bis zum 18.04.2020 gelten. Ausnahme: Für Abiturientinnen und Abiturienten findet ab dem 15.04.2020 Unterricht statt. Auch an Schulen in freier Trägerschaft wird kein Unterricht stattfinden. Kindertageseinrichtungen, Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege bleiben ebenfalls bis zum 18.04.2020 geschlossen.
 
Das heißt für uns, dass auch Volkshochschulkurse und alle anderen Gruppenveranstaltungen, Lerntreff, Frauenfrühstück, Lernförderung usw. bei uns im Haus mindestens bis zum 18. April nicht stattfinden werden!
Ob Kurse verschoben werden, definitiv ausfallen müssen oder wann unterbrochene Kurse fortgesetzt werden, können wir momentan noch nicht sagen und bitten um Ihr Verständnis.
Es finden also zurzeit nur noch Einzelberatungen im Haus der Generationen statt – und wer sich krank fühlt, sagt bitte auch diese rechtzeitig ab…