Gute Betreuung ukrainischer Schüler*innen am Gymnasium Stolzenau

Der Verein Haus der Generationen Stolzenau hat drei junge ukrainische Studierende, die im Landkreis Nienburg angekommen sind, als Ehrenamtliche unter Vertrag genommen. Nataliia Cherniak, Oleh Iashchuk und Sofia Hadelshyna werden stehen in einem Kooperationsprojekt mit den Rotary Clubs Stolzenau und Rehburg-Loccum Am Kloster vormittags im Gymnasium Stolzenau als Ansprechpartner*innen und Unterstützung für ukrainische Schüler*innen zur Verfügung.

Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit. und die großzügige Finanzierung durch die Rotary-Clubs!

Volkshochschulkurse im Haus der Generationen

Digitalisierung für Ältere

Photo by Anna Shvets on Pexels.com

In einigen der im Mai beginnenden Volkshochschulkurse im Mehrgenerationenhaus Haus der Generationen Stolzenau sind noch wenige Restplätze zu vergeben: 

  • Smartphone/Tablet – Workshop Einstieg, Mittwoch, 04.05.2022, 19:00 – 20:30 Uhr, Dauer: 3 Abende
  • Erste Schritte mit dem Apple iPhone, Montag, 16.05.2022, 19: – 20:30 Uhr, Dauer: 5 Abende

Weiter Informationen gibt es auf der Internetseite der Volkshochschule Nienburg https://www.vhs-nienburg.de unter den Kursen der Arbeitsstelle Haus der Generationen Stolzenau.

Wer sich schnell online anmeldet, eine Anmeldung im Haus der Generationen, Oldemeyerstr. 9, in Stolzenau abgibt oder uns ein Formular zusendet, kann vielleicht noch an diesen spannenden Kursen teilnehmen! Weitere Infos unter 05761 902696.

Aktuelle Stimmen zum Krieg in der Ukraine

Wer sich aus erster Hand informieren möchte, findet hier Interviews mit verschiedenen Perspektiven aus Polen, Ukraine, Belarus, Russland.

https://www.zeitschrift-kulturaustausch.de/de/archiv/blick-in-die-ukraine

Das zweite Interview hat unser Freund und Kooperationspartner Anatolii Podolskyi gegeben, Historiker und Leiter des Ukrainischen Zentrums für Holocaust-Studien. Er hält sich weiterhin in Kiew auf. Shabbat Shalom, Tolja!

Hilfe-Aufruf Ukraine

Unser enger Kooperationspartner, die Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau, hat eine Hilfsaktion gestartet, die wir nach Kräften unterstützen!

2016 in der Alten Synagoge Petershagen mit Delegationen aus Ukraine und Belarus, dabei Karl Payuk, ehemaliger ukrainischer Zwangsarbeiter in der Pulverfabrik Liebenau (Foto privat)

Die Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau arbeitet seit 18 Jahren mit ukrainischen Kommunen, Schulen und Institutionen zusammen, um gemeinsam zur NS-Zwangsarbeit in der Pulverfabrik Liebenau zu arbeiten. Deshalb erreichten und erreichen mich in diesen Tagen des Horrors, des Terrors und der Gewalt sehr viele Unterstützungsanfragen für die ukrainische Zivilgesellschaft. Dafür danken der Vorstand der Dokumentationsstelle und ich von Herzen. In dieser Situation möchten wir relativ schnell und unbürokratisch handeln und zwei Dinge tun:

a) Gibt es Personen im Landkreis Nienburg, die Wohnraum für Flüchtende aus dem Krieg in der Ukraine zur Verfügung stellen können, auch für solche jungen Erwachsenen, die bisher in unseren Projekten mitgearbeitet haben? Dann melden Sie sich/meldet Euch bitte per E-Mail unter pulverfabrik@martinguse.de bei mir! Mit anderen Partnerorganisationen im Landkreis wollen wir uns schnell und gut vorbereiten, um helfen zu können!

b) Die Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau bittet um finanzielle Hilfen für die ukrainischen Partnerorganisationen und die Zivilgesellschaft. Über meinen persönlichen Freundeskreis habe ich mit Alexander Harder (Humanitas-Ukraine e.V.) und Ivan Stuckert (Helping Hands, Bochum) zwei seriöse Kontaktadressen! Alex und Ivan sorgen dafür, dass Hilfs- und Lebensmittel direkt gekauft und unmittelbar in die Ukraine gelangen werden.

Ich selbst bürge mit meinem Namen dafür, dass jede finanzielle Zuwendung dort und bei unseren Partnerorganisationen ankommt. Die Dokumentationsstelle wird auf Wunsch Spendenbescheinigungen ausstellen, dazu dann bitte Name und Adresse angeben.

Über eingegangene Summen und deren Verwendung wird ein Rechenschaftsbericht erstellt, der jedem/jeder Spender/in auf Wunsch offengelegt wird:

Konto

Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau (Jugend-AG)

DE07 2569 0009 6060 7351 00 bei Volksbank Nienburg/Weser eG

Stichwort: Dokpulv Ukraine

Alles erdenklich Gute für Sie und Euch alle!

Ihr und Euer Martin Guse

Leiter und Geschäftsführer Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e.V.

Wir sind sicher im Netz

Das Team der Digitalen Nachbarschaft von Deutschland sicher im Netz e.V. hat uns das Siegel „DiNa-Check – wir sind sicher im Netz“ verliehen! Als „Scouts der Digitalen Nachbarschaft“ haben wir uns zum Trendthema Digitalisierung und Zivilgesellschaft qualifiziert und sind damit ein von der Digitalen Nachbarschaft geprüfter Verein, der sich zukunftssicher für die digitale Welt im Ehrenamt aufstellt.

Der DiNa-Check ist ein starkes Zeichen für die digitale Souveränität unseres Vereins, wir übernehmen damit Verantwortung für ein sicheres Engagement im Netz. 

VHS-Kurs Workshop: Smartphone / Tablet (Aufbau)

Diesen Kurs können Sie sowohl mit Ihrem Smartphone als auch mit Ihrem Tablet besuchen, sofern beide über das Be- triebssystem Android verfügen. Sie nutzen Ihr Smartphone/ Tablet bereits bzw. haben einen unserer Einführungskurse besucht? Jetzt möchten Sie Unsicherhei- ten beheben und Probleme bei der Be- dienung besprechen? In diesem Kurs können Sie Ihre Fragen stellen und erhalten weitere Tipps für die Nutzung Ihres Smartphones / Tablets.

Dieser Kurs ist für Besitzer:innen von iPhones und iPads nicht geeignet! Für Sie startet ein Extra-Kurs im Januar 2022.

Bitte bringen Sie Ihr eigenes vollgeladenes Android-Tablet / Smartphone mit.

Mittwoch, 10.11.2021, 18:30 – 20:00 Uhr, 3 Abende
Anmeldung in Stolzenau, Haus der Generationen, Oldemeyerstraße 9, 05761 902696

Kurs-Nr 22P5B850, Dozent Michael Thäte, Gebühr 25,20 €

Rechte Bewegungen auf dem Land Andrea Röpke: „Völkische Landnahme“ – Buchvorstellung und Diskussion

f6b3ffc0-06b4-45b4-a327-4a69fe5d6e2d

Die Vorstellung des neuen Buches von Andrea Röpke und Andreas Speit mit dem Titel „Völkische Landnahme“, Untertitel „Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos“, würde Interesse hervorrufen, soviel war klar. Dass sich aber im Mehrgenerationenhaus „Haus der Generationen Stolzenau“ so viele Interessierte einfinden würden, war nicht abzusehen.

Organisiert wurde die Veranstaltung als Kooperationsprojekt des Vereins „Haus der Generationen Stolzenau e.V.“ mit der „Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e.V.“, in der Verantwortung von WABE im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ – und 65 Menschen aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus waren gekommen, um sich über das Thema Rechtsextremismus zu informieren, mit dem sich die anwesende Journalistin und Politologin Andrea Röpke nun schon seit 25 Jahren beschäftigt.

„Beliebt macht diese Arbeit nicht“, so die Autorin. Auch Andrea Röpke wird, wie viele andere engagierte Menschen in der Bundesrepublik, auf einer der vielen Listen der Rechten geführt, und ihr neues Buch, mit dem sie die Verbreitung von Gesinnung und Lebensweise Völkisch-Rechter aufzeigt, wurde jüngst mit einer außergerichtlichen Welle von Abmahnversuchen überzogen. Sie und ihre Kolleg*innen sollen ihre Arbeit und ihr Engagement aufgeben, doch Andrea Röpke lässt sich nicht einschüchtern: „Wir wollen mit unseren Recherchen wachrütteln und mit dem Angebot von Vorträgen ebenjene Menschen erreichen, die in die Gesellschaft hineinstrahlen,“ so sagte sie kürzlich in einem Interview.

Die Zuhörer*innen wachzurütteln, das ist ganz sicher an dem Abend im Mehrgenerationenhaus gelungen. Es wurde mehr als deutlich, dass rechtsradikale Strömungen nicht nur ein ostdeutsches Phänomen, sondern direkt vor der Haustür zu finden sind. Auch hier in Niedersachsen und im angrenzenden Ostwestfalen leben viele Familienverbände und rechte Bünde die völkische Ideologie.

„Wir reden von ‚Landnahme‘, weil sich einerseits die Ideologie unter anderem über die AfD ausbreitet und andererseits auch die völkischen Siedler immer mehr werden.“ Engagierte nationalistische Eltern und Pädagog*innen mit rechtem Hintergrund gehören schon zur Normalität, viele freie Kindergärten und Schulen haben Probleme mit rechten Eltern, die sich einmischen und Einfluss gewinnen wollen. In kleinen Dörfern gibt es völkische Aktive, die sich aufgegebene Höfe suchen, um dort ihr rechtsnationales Gemeinschaftsleben zu praktizieren. Sie interessieren sich für ein natürliches Leben, einheimische Tierarten, regionale Traditionen und Vereinsleben und werden nicht selten für „Ökos“ gehalten, bis Rassismus und Antisemitismus zu Tage treten. Denn der Begriff ‚völkisch‘ bedeutet Ausgrenzung von allen, die nicht hier geboren wurden. Er benennt den Wunsch, alles abzulehnen, was nicht zum eigenen Volk gehört. Völkische Ideologie entstand Ende des 16. Jahrhunderts, richtete sich vor allem gegen Moderne und Liberalismus und wurde wichtiger Bestandteil des Nationalsozialismus. Dennoch: Manche Kommunen scheuen sich nicht, die Einrichtungen mit völkischem Hintergrund gar touristisch zu bewerben. Vielerorts wird noch immer völkisches, sogar nationalsozialistisches Gedankengut geduldet und auch die Nähe zum antisemitischen „Bund für Gotterkenntnis“ verharmlost.

Andrea Röpke warnt: „ Wenn wir nicht aufpassen, dann gelingt es diesen Strukturen, viele unserer sozialen Errungenschaften zunichte zu machen. Wir sollten die Aussagen und Strategien der völkischen Rechten daher sehr ernst nehmen.“ Wer den Vortrag von Andrea Röpke gehört hat und vielleicht noch das Buch „Völkische Landnahme“ liest, das inzwischen auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich ist, wird diese Warnung ganz sicher ernst nehmen und auch im eigenen Umfeld genauer hinsehen.

Buchvorstellung und Diskussion: Rechte Bewegungen auf dem Land

2019-12-11 Voelkische-Landnahme1

Im Mehrgenerationenhaus Haus der Generationen Stolzenau, Oldemeyerstr. 9, findet am Mittwoch, den 11.12.2019 um 19:00 Uhr eine Buchvorstellung und Diskussion statt.

In Deutschland, Europa und weltweit erstarken extrem rechte Positionen. Von rechten Parteien über rechtsextreme Jugendbewegungen bis zu völkischen Siedlungsprojekten sind menschenfeindliche Ansichten und Strukturen im Aufschwung. Diese Entwicklung macht auch vor Norddeutschland keinen Halt. Gerade in ländlichen Gegenden um uns herum versuchen extreme Rechte, ihre diskriminierende Weltanschauung salonfähig zu machen.

Wir wollen uns dieser Entwicklung entgegenstellen! Am 11.12.2019 kommt die Journalistin und Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke nach Stolzenau, um ihr aktuelles Buch „Völkische Landnahme“ vorzustellen, über den aktuellen Rechtsruck und den regionalen Kontext zu diskutieren.

Ihr Buch zeigt, wie sich seit Jahren junge Rechtsextreme in ländlichen Regionen ansiedeln, alte Geschlechterbilder und autoritäre Erziehungsmuster verherrlichen. Sie tarnen sich mit ökologischer Landwirtschaft und pflegen nationales Brauchtum, gehen in örtliche Vereine und die lokale Politik. Andrea Röpke zeigt die historischen Wurzeln und aktuellen Vernetzungen auf, die bis in die Parlamente reichen. Dabei wird deutlich: Hier handelt es sich um eine unterschätzte Gefahr.

Organisiert wird die Veranstaltung als Kooperationsprojekt des Vereins Haus der Generationen Stolzenau e.V. mit der Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e.V., in Verantwortung von WABE e.V.  (im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“) .  

 

EINLASSVORBEHALT:

Für Menschen, die einen Ort suchen, an dem sie ihre rassistischen, sexistischen, ho- mophoben oder anderweitig menschenverachtenden Ansichten verbreiten können, ist bei der Veranstaltung kein Platz.

Die Veranstalter*innen behalten sich gemäß § 6 Versammlungsgesetz vor, den Teilneh- mer*innenkreis der Veranstaltung einzuschränken und von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, sexistische, nationalistische, militaristische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.