Neue Formen der Beratung!

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In diesen besonderen Zeiten müssen wir alle auf Vieles verzichten. Die Menschen, die wir sonst persönlich im Haus der Generationen unterstützen, können aber auf unsere Beratung nicht verzichten: Auch jetzt müssen Anträge gestellt, Wohnungen gesucht, Rechnungen bezahlt und Dokumente angefordert werden. Darum bieten wir eine neue Form der Erreichbarkeit an: Ab sofort können Nachrichten und Fotos außer per E-Mail auch über besondere WhatsApp- Nummern an die Beraterinnen der Migrations- und EHAP-Beratungsstelle gesendet werden. Die Nachrichten werden dann zu den Dienstzeiten beantwortet und bearbeitet.

Ebru Öztürk: +49 176 57737937 und oeztuerk.hausdg@web.de

Ada Bobrova: +49 160 1760930 und bobrova.hausdg@web.de

Da noch nicht absehbar ist, wann und wie die persönlichen Begegnungen wieder aufgenommen werden können, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. So können  wir  all unseren Nutzer*innen die niedrigschwellige Möglichkeit geben, auf den Kommunikationswegen, die sie im Alltag nutzen, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Weiterhin ist das Team des Mehrgenerationenhauses auch über Tel. 05761 902696 (vormittags) und E-Mail hausdg@web.de erreichbar.

 

 

 

 

 

Aktuelle Informationen 19.03.2020

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Angesichts der Corona-Pandemie hat auch das Mehrgenerationenhaus Haus der Generationen Stolzenau seit Montag geschlossen. Das Team arbeitet im Homeoffice, eine persönliche Beratung vor Ort ist derzeit nicht möglich. Die Beratung geht aber selbstverständlich digital und telefonisch weiter. Wir bitten um Kontaktaufnahme per Mail an hausdg@web.de oder direkt an die Mailadressen der zuständigen Kolleg*innen.

Alternativ sind wir zu folgenden Zeiten auch telefonisch zu erreichen: Montag bis Freitag: 9:00 bis 13:00 Uhr.

Alle Gruppen, Kurse und Veranstaltungen fallen mindestens bis zum 18. April aus, z.B. Volkshochschulkurse, Hausaufgabenhilfe („Lernen und Spielen“), Einzel-Lernförderung, Frauenfrühstück und Mädchentreff, ebenso die für den 26. März geplante Mitgliederversammlung des Vereins.
Kooperationsprojekte ie der Frauentanzabend und die Ausstellung YouniWorth müssen ebenfalls zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden, ebenso die geplanten Aktionen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.
Wir haben uns außerdem entschlossen, auch die für den 22. April geplante Kochaktion „Toleranz im Topf“ schon jetzt abzusagen.
Wir hoffen auf Einsicht und Verständnis und auf ein Wiedersehen bei guter Gesundheit!

Aktuell! 16.03.20

In Absprache mit der Samtgemeinde Mittelweser haben wir heute entschieden, das Haus der Generationen Stolzenau  wie alle anderen öffentlichen Einrichtungen zu schließen. Wir sind von 9:00 bis 13:00 Uhr telefonisch und immer per E-Mail erreichbar. Einzeltermine mit bekannten Ratsuchenden für dringende Fragen können abgesprochen werden, neue Klient*innen nehmen wir zurzeit nicht an. Diese Regelung gilt zunächst für zwei Wochen, danach werden wir über das weitere Vorgehen neu entscheiden.
Wie alle anderen Veranstaltungen fällt auch unsere für den 26.3. geplante Mitgliederversammlung aus, zu einem neuen Termin wird rechtzeitig eingeladen.

Aktuelle Meldung!

13.3.2020, 12:10 Uhr
Soeben erreicht uns die Mitteilung des Nds. Kultusministeriums, dass ab kommenden Montag auch in Niedersachsen der Betrieb von Schulen und Kindertageseinrichtungen eingestellt wird:
 
An öffentlichen allgemein und berufsbildenden Schulen findet ab dem kommenden Montag (16.03.2020) kein Unterricht statt. Nach bisherigem Stand soll die Maßnahme bis zum 18.04.2020 gelten. Ausnahme: Für Abiturientinnen und Abiturienten findet ab dem 15.04.2020 Unterricht statt. Auch an Schulen in freier Trägerschaft wird kein Unterricht stattfinden. Kindertageseinrichtungen, Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege bleiben ebenfalls bis zum 18.04.2020 geschlossen.
 
Das heißt für uns, dass auch Volkshochschulkurse und alle anderen Gruppenveranstaltungen, Lerntreff, Frauenfrühstück, Lernförderung usw. bei uns im Haus mindestens bis zum 18. April nicht stattfinden werden!
Ob Kurse verschoben werden, definitiv ausfallen müssen oder wann unterbrochene Kurse fortgesetzt werden, können wir momentan noch nicht sagen und bitten um Ihr Verständnis.
Es finden also zurzeit nur noch Einzelberatungen im Haus der Generationen statt – und wer sich krank fühlt, sagt bitte auch diese rechtzeitig ab…

Frauen – Begegnung – Tanz am 27. März

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Veranstaltung des NeBeL Netzwerkes
(Netzwerk der Migrationsberatungsstellen im Landkreis und Landkreis Nienburg/Weser, Koordinierungsstelle Migration und Bildung)

 

Ein Abend von Frauen für Frauen

Der Eintritt ist frei!

Bitte bringen Sie eine Kleinigkeit für unser internationales Buffet mit!

VHS – Was gibt’s 2020 Neues?

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Das Jahr 2020 beginnt und das Mehrgenerationenhaus „Haus der Generationen Stolzenau“ macht in Kooperation mit der VHS wieder spannende Bildungsangebote unterschiedlichster Art vor Ort. Hier kommt ein kurzer Überblick in chronologischer Reihenfolge über die bis zu den Osterferien im Haus der Generationen Stolzenau beginnenden Volkshochschulkurse, die von uns organisiert wurden. Wir bitten aber auch die Kurse der Arbeitsstelle Stolzenau zu beachten, die im Mehrgenerationenhaus durchgeführt werden. Ab demnächst kann im Haus der Generationen auch das neue Ergänzungs-Programm der Volkshochschule eingesehen und abgeholt werden, dort oder auf der Internetseite der VHS Nienburg gibt es noch genauere Kursbeschreibungen.  Schriftliche Anmeldungen für unsere Kurse werden im Mehrgenerationenhaus gerne entgegengenommen!
Deutsch als Zweitsprache A1
Dienstag, 7.1.2020, 18:30 – 20:00
Dauer: 10 Abende
Dozentin: Heike Fuhrmann
Kosten: 39,-€ + 6,50€ für Arbeitsmaterialien (direkt bei der Dozentin zu zahlen)
Faszien-Training/Yoga-Tanzen 
Montag, 13.01.2020, 18:00 – 19:30 Uhr
Dauer: 8 Abende
Dozentin: Anke van den Berk
Kosten: 48,-€
Faszien-Training/Yoga-Tanzen 
Montag, 13.01.2020, 19:30 – 21:00 Uhr
Dauer: 8 Abende
Dozentin: Anke van den Berk
Kosten: 48,-€
Herz- Meditation I
Dienstag, 14.1.2020, 18:30 – 19:30 Uhr
Dauer: 8 Abende
Dozentin: Anke van den Berk
Kosten: 32,00 €
Herz- Meditation II
Dienstag, 14.1.2020, 19:30 – 21:00 Uhr
Dauer: 8 Abende
Dozentin: Anke van den Berk
Kosten: 48,00 €
Das Smartphone/Tablet – Workshop Einstieg
Mittwoch, 15.1.2020, 18:30 – 20:00 Uhr
Dauer: 3 Abende
Dozent: Michael Thäte
Kosten: 22,20 €
Das Smartphone/Tablet – Workshop Aufbau
Mittwoch, 11.3.2020, 18:30 – 20:00 Uhr
Dauer: 3 Abende
Dozent: Michael Thäte
Kosten: 22,20 €
Faszien-Training/Yoga-Tanzen
Montag, 23.03.2020, 18:00 – 19:30 Uhr
Dauer: 8 Abende
Dozentin: Anke van den Berk
Kosten: 48,-€
Faszien-Training/Yoga-Tanzen 
Montag, 23.03.2020, 19:3 – 21:00 Uhr
Dauer: 8 Abende
Dozentin: Anke van den Berk
Kosten: 48,-€
Herz- Meditation I
Dienstag, 24.3.2020, 18:30 – 19:30 Uhr
Dauer: 8 Abende
Dozentin: Anke van den Berk
Kosten: 32,00 €
Herz- Meditation II
Dienstag, 24.3.2020, 19:30 – 21:00 Uhr
Dauer: 8 Abende
Dozentin: Anke van den Berk
Kosten: 48,00 €

Rechte Bewegungen auf dem Land Andrea Röpke: „Völkische Landnahme“ – Buchvorstellung und Diskussion

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Die Vorstellung des neuen Buches von Andrea Röpke und Andreas Speit mit dem Titel „Völkische Landnahme“, Untertitel „Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos“, würde Interesse hervorrufen, soviel war klar. Dass sich aber im Mehrgenerationenhaus „Haus der Generationen Stolzenau“ so viele Interessierte einfinden würden, war nicht abzusehen.

Organisiert wurde die Veranstaltung als Kooperationsprojekt des Vereins „Haus der Generationen Stolzenau e.V.“ mit der „Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau e.V.“, in der Verantwortung von WABE im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ – und 65 Menschen aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus waren gekommen, um sich über das Thema Rechtsextremismus zu informieren, mit dem sich die anwesende Journalistin und Politologin Andrea Röpke nun schon seit 25 Jahren beschäftigt.

„Beliebt macht diese Arbeit nicht“, so die Autorin. Auch Andrea Röpke wird, wie viele andere engagierte Menschen in der Bundesrepublik, auf einer der vielen Listen der Rechten geführt, und ihr neues Buch, mit dem sie die Verbreitung von Gesinnung und Lebensweise Völkisch-Rechter aufzeigt, wurde jüngst mit einer außergerichtlichen Welle von Abmahnversuchen überzogen. Sie und ihre Kolleg*innen sollen ihre Arbeit und ihr Engagement aufgeben, doch Andrea Röpke lässt sich nicht einschüchtern: „Wir wollen mit unseren Recherchen wachrütteln und mit dem Angebot von Vorträgen ebenjene Menschen erreichen, die in die Gesellschaft hineinstrahlen,“ so sagte sie kürzlich in einem Interview.

Die Zuhörer*innen wachzurütteln, das ist ganz sicher an dem Abend im Mehrgenerationenhaus gelungen. Es wurde mehr als deutlich, dass rechtsradikale Strömungen nicht nur ein ostdeutsches Phänomen, sondern direkt vor der Haustür zu finden sind. Auch hier in Niedersachsen und im angrenzenden Ostwestfalen leben viele Familienverbände und rechte Bünde die völkische Ideologie.

„Wir reden von ‚Landnahme‘, weil sich einerseits die Ideologie unter anderem über die AfD ausbreitet und andererseits auch die völkischen Siedler immer mehr werden.“ Engagierte nationalistische Eltern und Pädagog*innen mit rechtem Hintergrund gehören schon zur Normalität, viele freie Kindergärten und Schulen haben Probleme mit rechten Eltern, die sich einmischen und Einfluss gewinnen wollen. In kleinen Dörfern gibt es völkische Aktive, die sich aufgegebene Höfe suchen, um dort ihr rechtsnationales Gemeinschaftsleben zu praktizieren. Sie interessieren sich für ein natürliches Leben, einheimische Tierarten, regionale Traditionen und Vereinsleben und werden nicht selten für „Ökos“ gehalten, bis Rassismus und Antisemitismus zu Tage treten. Denn der Begriff ‚völkisch‘ bedeutet Ausgrenzung von allen, die nicht hier geboren wurden. Er benennt den Wunsch, alles abzulehnen, was nicht zum eigenen Volk gehört. Völkische Ideologie entstand Ende des 16. Jahrhunderts, richtete sich vor allem gegen Moderne und Liberalismus und wurde wichtiger Bestandteil des Nationalsozialismus. Dennoch: Manche Kommunen scheuen sich nicht, die Einrichtungen mit völkischem Hintergrund gar touristisch zu bewerben. Vielerorts wird noch immer völkisches, sogar nationalsozialistisches Gedankengut geduldet und auch die Nähe zum antisemitischen „Bund für Gotterkenntnis“ verharmlost.

Andrea Röpke warnt: „ Wenn wir nicht aufpassen, dann gelingt es diesen Strukturen, viele unserer sozialen Errungenschaften zunichte zu machen. Wir sollten die Aussagen und Strategien der völkischen Rechten daher sehr ernst nehmen.“ Wer den Vortrag von Andrea Röpke gehört hat und vielleicht noch das Buch „Völkische Landnahme“ liest, das inzwischen auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich ist, wird diese Warnung ganz sicher ernst nehmen und auch im eigenen Umfeld genauer hinsehen.