„Mehrgenerationenhäuser sind aus der lokalen Infrastruktur nicht mehr wegzudenken.“

Berlin, den 24. April 2012

Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder begrüßt die 450 Mehrgenerationenhäuser im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II bei der offiziellen Auftaktveranstaltung in Berlin.

Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, begrüßte am 24. April 2012 Vertreterinnen und Vertreter der 450 Mehrgenerationenhäuser aus ganz Deutschland zur offiziellen Auftaktveranstaltung des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser II.

Über 600 Einrichtungen haben sich im Jahr 2011 am Auswahlverfahren zum Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II beteiligt. Rund 450 Häuser sind am 01. Januar in das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II gestartet.

Ministerin Dr. Kristina Schröder wies auf die langfristige Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser hin: „Mehrgenerationenhäuser schließen mit ihren bedarfsorientierten Aktivitäten viele Angebotslücken vor Ort. Und sie arbeiten dabei eng mit der Kommune und den weiteren lokalen Akteuren zusammen.“

Alle Mehrgenerationenhäuser richten ihre Angebote nach den regionalen Bedürfnissen aus und bieten den Menschen vor Ort die Dinge an, die sie brauchen.

Im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II bilden vier Schwerpunktthemen dabei die Basis für die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser: Alter und Pflege, Integration und Bildung, Angebot und Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen und freiwilliges Engagement. Außerdem sind sie darauf ausgerichtet, mit ihren vielfältigen Unterstützungsangeboten die Vereinbarkeit von Familie bzw. Pflege und Beruf zu verbessern.

Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II hat eine dreijährige Laufzeit (01.01.2012 – 31.12.2014). Deutschlandweit nehmen 450 Häuser teil; nahezu in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ist ein Haus vertreten. Jedes der Häuser erhält einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro. 30.000 Euro werden jährlich aus Bundes- bzw. ESF-Mitteln gezahlt, die weiteren 10.000 Euro übernehmen Kommune oder Land/Landkreis.

Das Mehrgenerationenhaus in Stolzenau ist eines der 450 Mehrgenerationenhäuser im Aktionsprogramm II. Das Haus der Generationen setzt mit vielfältigen Angeboten die vier Schwerpunktthemen um. Ein Beispiel dafür ist die Lernförderung für Schüler, die im Mehrgenerationenhaus in Stolzenau für den Landkreis Nienburg angeboten wird. „Auch in den anderen Handlungsfeldern  wie Freiwilliges Engagement, Alter und Pflege sowie haushaltsnahe Dienstleistungen sind wir dabei, die Möglichkeiten für die Menschen in der Region gemeinsam mit alten und neuen Kooperationspartnern auszubauen“, teilt Ute Müller, Leiterin des Mehrgenerationenhauses Stolzenau, mit.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.mehrgenerationenhaeuser.de

Harke am Sonntag, 18.3.2012

Niedersächsische Mehrgenerationenhäuser arbeiten vernetzt  – Mehrgenerationenhäuser sind der Dorfbrunnen der Moderne
Hannover: Mehrgenerationenhäuser (MGH) sind Ersatzfamilie, sozialer Treffpunkt und kleine Volkshochschulen in einem. Ob es sich um den offenen Mittagstisch, Sprachkurse für MigrantInnen, PC-Kurse, haushaltsnahe Dienstleistungen, die Betreuung von SeniorInnen oder an Demenz erkrankten Menschen oder um freiwilliges Engagement handelt: Die insgesamt 60 Mehrgenerationenhäuser in Niedersachen und Bremen sind inzwischen zu einer Art Dorfbrunnen der Moderne geworden und nicht mehr aus der Gesellschaft weg zu denken.
Am 12. März trafen sich 80 VertreterInnen aller niedersächsischen und Bremer Mehrgenerationenhäuser zu einer Fachtagung in Hannover-Döhren. Organisiert wurde dieses Vernetzungstreffen von der Steuerungsgruppe des Netzwerks niedersächsischer Mehrgenerationenhäuser, finanziert unter anderem vom Verband Mehrgenerationenhäuser e.V. In beiden Gremien wirkt auch die Leiterin des Stolzenauer Mehrgenerationenhauses, Ute Müller, maßgeblich mit.
Frau Ursula Kopp, Vertreterin des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Frau Karin Wild, Vertreterin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben sowie Frau Kofahl-Langmack und Frau Heckmann vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, und der Referent Herr Ulrich Mahner vom Niedersächsischen Städtetag überbrachten bei dem Treffen in Hannover Grußworte.
Alle Redner begrüßten den Start des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser II und lobten die guten Vernetzungsstrukturen in Niedersachsen. Herr Mahner berichtete von der anstehenden Mitgliederversammlung des Städtetags, die unter dem Motto „Zukunft vor Ort gestalten“ stehe. Die dauerhafte Existenz der Mehrgenerationenhäuser könne dazu beitragen, dass „Menschen in jeder Phase ihres Lebens Gemeinschaft erleben können“. Er forderte von Bund und Land, die Voraussetzungen für eine gesicherte Finanzierung gemeinsam mit den Kommunen zu schaffen.
Es  folgte ein Impulsreferat von Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen, mit dem Thema „Mehrgenerationenhäuser: Dorfbrunnen der Moderne“. Frau Prof. Dr. Meier-Gräwe stellte in Ihrem Referat deutlich heraus, warum Mehrgenerationenhäuser eine zeitgemäße sozialräumliche Struktur sein können, um das Geben und Nehmen zwischen verschiedenen Generationen und sozialen Milieus mit ihren unterschiedlichen Ressourcen und Bedarfen im Alltag zu stärken. Prof. Dr Meier-Gräwe ging besonders auf die Arbeitsmarktorientierung der Mehrgenerationenhäuser als Dienstleistungsdrehscheiben ein,  denn sie hält die derzeitige Konzentration in der Beschäftigungsförderung auf Industrie und Handwerk für eine „sozio- ökonomische Blindflugthese“.  „ErzieherInnen, LehrerInnen und Krankenschwestern arbeiten extrem wertschöpfend; in diesem Bereich zu sparen, ist schlichtweg abenteuerlich!“
In der  anschließenden Diskussion wurde von allen Teilnehmenden deutlich herausgestellt, wie wichtig eine dauerhafte, nachhaltige Förderung und Vernetzung aller MGHs unabhängig von verschiedenen Förderprogrammen ist.
Den Nachmittag nutzten die TeilnehmerInnen, um in verschiedenen Workshops Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Im Mittelpunkt standen dabei die vier neuen Handlungsschwerpunkte des Aktionsprogramm II: Alter und Pflege, Integration und Bildung, Angebot und Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen und Freiwilliges Engagement.
„Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, die Existenz des Hauses der Generationen als gefördertes Mehrgenerationenhaus für die nächsten drei Jahre zu sichern“, erläutert  Ute Müller, „denn ohne diese Förderung, an der sich nun schließlich  der ESF (Europäischer Sozialfonds), der Bund, das Land, der Landkreis und die Gemeinde beteiligen, hätten wir unser Angebot nicht in der jetzigen Form aufrecht erhalten können. Daran, dass es überhaupt ein neues Aktionsprogramm gibt, hat nicht zuletzt die Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit der niedersächsischen Häuser großen Anteil.“
Im Namen der Steuerungsgruppe niedersächsischer Mehrgenerationenhäuser
Ute Müller
Haus der Generationen
Mehrgenerationenhaus Stolzenau

Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser – Startseite

Startseite wird Stoppseite! Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser – Startseite. Noch gibt es hier eine Microsite für jedes Mehrgenerationenhaus in Deutschland – aber leider nur bis Ende April 2012. Dann stellt das Bundesfamilienministerium diese Möglichkeit der Darstellung für alle Häuser in Deutschland ein. Es wird aber eine relativ statische Seite mit den Kerndaten geben. Unter anderem wird man dann diese Blogadresse dort finden. Bitte weitersagen!

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