Erinnerung!

Wir freuen uns, Sie zu einer ungewöhnlichen Theateraufführung einladen zu dürfen:

 „No title – Ohne Titel“
Ein Theater-Requiem zum Thema „Holocaust“ der Theatertruppe „teatralny quadrat“ aus Belarus unter der Autorin und Regisseurin Anna Sulima

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Sonntag, 27. September 2015, 18 Uhr, Kleines Theater am Weingarten, Königswall, 32423 Minden (über dem Mindener Jazzclub)

Mittwoch, 30. September 2015, 19:30 Uhr, Aula der Hauptschule Liebenau, Schloßstr.10, 31618 Liebenau

Eine Kooperation von AG Alte Synagoge Petershagen, Haus der Generationen Stolzenau und der Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau

Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende gebeten.

Das Theater-Requiem ist Erinnerung an etwa 6 Millionen Holocaust-Opfer. Welche Bedeutung haben für den modernen Menschen folgende Wörter: Völkermord, Ghetto, Konzentrationslager, Holocaust? Warum sollte sich der Mensch erinnern? Soll der Mensch über den Holocaust Bescheid wissen und sich an die Tragödie der Juden Europas  erinnern? Wie viel Zeit braucht der Mensch, um zu vergessen, was Kultur ist? Und überhaupt, was ist Kultur? Was denken und wie fühlen sich die Menschen ohne Schuld schuldig zu sein, in ständiger Angst und Schrecken in Wagen in die Ghettos und Konzentrationslager gebracht zu werden? Sie mussten Demütigung und Missbrauch ertragen und gleichzeitig immer noch mit Stolz und Schmerz den Davidstern tragen, genau wissend, dass sie sterben würden, aber … Die Hoffnung hat jeder Mensch, sie wärmt die Seele und hilft zu überleben. Es hängt alles davon ab, wie tief man daran glaubt.

Das „Theatralische Labor des Experiments“ wurde auf Initiative d er Regisseurin Anna Sulima in der Geschichtswerkstatt (Minsk, Belarus) gegründet. Zunächst gab es die Idee, eine Aufführung über den Holocaust auf dem Territorium des ehemaligen Minsker Ghettos auf die Bühne zu bringen. Man plante, eine Gruppe belarussischer Menschen anzuwerben, die an der Geschichte des Holocaust Interesse haben. Die Besonderheit der künftigen Inszenierung sollte die Tatsache sein, dass junge Leute – Freiwillige, die keine professionelle Schauspielausbildung haben – dadurch selbst zu Schauspielern werden. Die jungen Teilnehmer/innen setzten sich tief mit dem Thema Holocaust auseinander und bearbeiteten das unterschiedlich e Material für die zukünftige Aufführung, d.h. in dieser Zeit wurden verschiedene Dokumente und Zeugnisse der Häftlinge des Minsker Ghettos und der Konzentrationslager Europas studiert, Fotos, Dokumentar- und Spielfilme durchgesehen. Im Stück soll eine starke Körpersprache (Mimik, Bewegung und Gestik) die Fantasie und Vorstellungskraft bei den Zuschauern wecken. Das Theaterspiel illustriert kein jüdisches Leben als solches, es gibt keine Reihenfolge der Handlungen, aber eine Menge von Bildern, Metaphern und Philosophie. Es erklingen authentische Auszüge aus den Erinnerungen und Träumen von Menschen, die selbst Schweres durchmachen mussten. Man will von Schablonen und Klischees abweichen, die Gestalt der Flüchtigkeit in der Aufführung unterstreichen, eine mächtige energiegeladene Kraft im Zuschauer durch Bildhaftigkeit und Ausdruckskraft erregen, den Zuschauer zum Nachdenken über die vorgeschlagene Thematik anregen. Auch will man in der Inszenierung viele Fragen aufrollen, die der Zuschauer selber beantworten soll.

Kontakt:

Wolfgang Battermann, AG Alte Synagoge Petershagen, 05707/ 1378

Martin Guse, Dokumetationsstelle Pulverfabrik Liebenau, 05023/ 1575

Ute Müller, Haus der Generationen Stolzenau, 05761/ 902696

VHS-Kurse im Studienjahr 2015/16

Im Haus der Generationen Stolzenau beginnen im September mit Beginn des neuen Studienjahres wieder VHS-Kurse im Rahmen der Kooperation mit der Volkshochschule Nienburg. Anmeldungen für alle Kurse ab sofort bei Ute Müller im Haus der Generationen Stolzenau, Oldemeyerstr. 9, Tel. 05761 902696 oder per E-Mail hausdg@web.de.
 
  • Yoga für Frauen: Dienstag, 15.9.2015, 19:00 – 20:30 Uhr, 11 Abende: Yoga ist eine Art zu leben, ein umfassendes System, um Körper, Geist und Seele zu schulen. Viele Frauen haben das Problem, dass Körper und Geist ständig überarbeitet und gestresst sind. Ruhe und Entspannung sind die natürliche Art, den Körper wieder aufzuladen. Bequem anziehen, eine Isomatte oder Wolldecke, dicke Socken und etwas zum Trinken mitbringen.
  • Englisch-Workshop: Freitag 18.9.2015, 17:00 – 18:00 Uhr, 11 Abende: Learning English by speaking English! Schulenglisch auffrischen ohne Grammatik und Vokabeln pauken? Englisch frei sprechen ohne Angst? In der Gruppe Spaß haben und englische Lieder singen? Den Stoff aus der Schule „spielend“ nacharbeiten und verinnerlichen? Das alles bietet dieser Kurs für Teilnehmende aller Altersgruppen unter Leitung eines „Native Speakers“.  
  • Yoga am Vormittag: Freitag, 18.9.2015, 9:15 – 10:45 Uhr, 8 Vormittage: Erfahre einen Prozess, in dessen Verlauf sich dein Körperhaltung und Wahrnehmung, deine Konzentration sowie dein emotionale Stabilität immer mehr verfeinern. Durch die achtsamen und kräftigen Körperübungen sowie durch die Atemtechniken und die Tiefenentspannung am Ende einer Yogaeinheit vermindern sich Rückenprobleme und können sich Verspannungen auf unterschiedlichsten Ebenen lösen. Wir erreichen einen kräftigen und flexiblen Körper, klare Gedanken und innere Gelassenheit.
  • Tai Chi Qi Gong Yangsheng: Montag, 2.11.2015, 18:00 – 19:30 Uhr, 8 Abende: 15 Ausdrucksformen des Tai Chi Qi Gong Yangsheng könnte man der Einfachheit halber mit „Heilgymnastik“ übersetzen, bedeutet jedoch weit mehr. Voraussetzung für ein „Heil-Sein“ ist innere Ruhe, die durch das harmonische Zusammenspiel des ganzen Körpers erwächst. Wie das geht, erlernen die Teilnehmenden anhand der bewährten Qi Gong Formen. Abgerundet wird das Programm mit Selbstmassage und speziellen Lockerungsübungen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; bequem anziehen und etwas zum Trinken mitbringen.

Wohin am Wochenende?

Fotoausstellung „Kindheit in der Nachkriegszeit“ eröffnet im Mindener Museum

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Die Nachkriegszeit, die vor 70 Jahren auf das Ende des Zweiten Weltkrieges folgte, war eine Zeit voller Entbehrungen, geprägt von Zerstörung, Mangel und Überlebenskampf. Eine Kindheit im zerstörten Deutschland erscheint aus heutiger Perspektive kaum mehr vorstellbar.

Die Fotoausstellung „Kindheit in der Nachkriegszeit – Sammlung Michael Andreas Wahle“ gewährt Einblicke in das Leben von Kindern und Jugendlichen zwischen 1945 und 1955. 40 Bilder berichten vom täglichen Kampf um Nahrungsmittel, der Sorge, ein Dach über dem Kopf zu finden oder dem Alltag in Behelfsunterkünften und zerstörten Städten. Sie zeigen aber auch Neuanfang und Wiederaufbau. Jedes Foto erzählt seine ganz eigene Geschichte.

Die großformatigen Bilder stammen aus der „Sammlung Michael-Andreas Wahle“, die nun als Wanderausstellung Station in Minden macht. Den Grundstock der Sammlung bilden Funde in verlassenen amerikanischen Kasernen in Deutschland. Es sind professionelle Fotos, die vermutlich im Auftrag der Alliierten entstanden sind, um Hilfsmaßnahmen und Aufbauhilfen zu dokumentieren. Urheber sowie Ort und Datum der Aufnahmen sind meist unbekannt.

Ergänzt wird die Auswahl durch Fotos aus dem Bestand des Mindener Museums. Die Aufnahmen zeigen das Maß der Zerstörung in der Mindener Innenstadt. Obwohl Minden fernab der Fronten und Hauptkriegsplätze lag, wurde es im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Ziel der Bombenangriffe waren wichtige Verkehrsknotenpunkte wie das Schienennetz und die Kanalüberführung über die Weser. Dabei wurden weite Teile der Mindener Innenstadt beschädigt. Insgesamt fielen den Luftangriffen der Alliierten vom Winter 1943 bis zum Frühjahr 1945 über 460 Menschen zum Opfer. Über 4.000 Bomben fielen im gesamten Kreisgebiet.

In der Ausstellung werden zudem eine Reihe von Alltagsgegenständen aus dem Bestand des Mindener Museum präsentiert, die in der Mangelwirtschaft der Nachkriegsjahre erfunden, umfunktioniert oder als „Notlösung“ entstanden sind. Gasmasken wurden so in Schaumlöffel oder Kochtöpfe verwandelt; aus Autoreifen entstanden Schuhsohlen oder aus altem Blech neues Spielzeug. Auch Kinder waren bei der Erfindung von neuem Spielzeug, Geschenken für die Eltern oder Schulsachen kreativ.

Die Ausstellung wird am Samstag, 11. Juli 2015, um 16 Uhr im Mindener Museum eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder museum@minden.de.

Veranstaltungen in der Region

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Angekreuzt und aussortiert
Jugendliche lesen Texte zur Euthanasie in der NS-Zeit
 
Jugendliche aus vier Schulen der Region gestalten eine szenische Lesung zur Euthanasie in der NS-Zeit. Zuschauer sind am Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr, im Bürgersaal des Rehburger Rathskellers zu der Lesung mit dem Titel „Angekreuzt und aussortiert“ willkommen. 
 
„Wollen Sie auch etwas über die anderen wissen?“ – Als der Arbeitskreis Stolpersteine Rehburg-Loccum vor eineinhalb Jahren mit seinen Recherchen zu den Opfern des Nationalsozialismus in Rehburg-Loccum begann, stellte eine ältere Einwohnerin diese Frage. Damals waren die Mitglieder des Arbeitskreises auf Spurensuche nach den Juden, die einst dort gelebt hatten. Und dann kam die Frage nach den ‚Anderen’. 
Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen, mit Defiziten und auch psychischen Erkrankungen meinte die Frau und erzählte von einem Mädchen, das damals, als sie noch jung war und die Nazis regierten, oft an der Straße vor ihrem Elternhaus in Bad Rehburg stand und allen Menschen zuwinkte. Geistig beeinträchtigt sei das Mädchen wohl gewesen – und eines Tages einfach verschwunden. 
So begann die Spurensuche nach Menschen, die heute als Euthanasie-Opfer bezeichnet werden. Nach solchen, die in die Psychiatrie oder „Kinderheilanstalten“ eingewiesen und systematisch getötet wurden. Und auch eine Spurensuche nach den Tätern.
Lebensgeschichten von Opfern und auch von Tätern haben die Jugendlichen zu einer szenischen Lesung zusammengestellt. Sie wollen einzelne Schicksale und die perfiden Pläne der Nazis deutlich machen, die zur Ermordung von geschätzten 300.000 Menschen aus Gründen der „Rassehygiene“ führten – die von dem System „angekreuzt und aussortiert“ wurden. Das Kreuz, das die Gutachter des Euthanasie-Programms hinter die Namen der Menschen machten, kam einem Todesurteil gleich. 
Neun Jugendliche aus dem Hölty-Gymnasium Wunstorf, dem Gymnasium Stolzenau, der Oberschule Loccum und der Rehburger Wilhelm-Busch-Schule haben diese Lesung vorbereitet. Unterstützung haben sie dabei von Martina Olbrich, Lehrerin in Stolzenau, und Susanne von Stemm, Schulpastorin in Wunstorf, bekommen. Musikalisch wird die Lesung von einem Patienten des Bad Rehburger Maßregelvollzugszentrums begleitet und die Organisation liegt beim Arbeitskreis Stolpersteine. 
Eine Lesung speziell für Schulen ist für Donnerstag, 9. Juli, 9.30 Uhr, im Rehburger Rathskeller geplant und bereits ausgebucht. Eine weitere Aufführung der Lesung bei freiem Eintritt ist für Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr, angesetzt, zu der alle Interessierten bei freiem Eintritt und ohne Anmeldung kommen können. Weitere Informationen sind auf der Website www.stolpersteine-rehburg-loccum.de hinterlegt. 
The Mix k
 
Handgemacht, integrativ und sexy
Open Air vom KulTour-Verein im Heimvolkshochschul-Park
 
Open Air und Live – das bietet der Rehburg-Loccumer KulTour-Verein in diesem Jahr am Sonnabend, 18. Juli, 18.30 Uhr, im Park der Evangelischen Heimvolkshochschule und in Kooperation mit dem Arbeitskreis Stolpersteine an. Die Westernhagen-Coverband „SeXXy“ ist das eine, was die Gäste erwartet, die integrative Band „The Mix“ das andere. 
 
Die Kooperation ist neu und neu ist auch das Konzept mit zwei Bands zu einem Preis. Ansonsten soll beim KulTour-Verein auch beim diesjährigen Open Air alles seinen gewohnten Gang gehen – und einen tollen Abend, eine tolle Nacht für Zuhörer und Künstler im Park der Heimvolkshochschule bringen. Damit auch viele Gäste die Chance bekommen dabei zu sein, die bislang nicht unbedingt die Möglichkeit dazu hatten, bieten die Vereine zusätzlich eine weitere Neuerung an: erstmals zahlen Schüler, Studenten, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und Menschen mit Behinderungen nämlich nicht nur einen geringfügig ermäßigten Eintrittspreis, sondern kommen für nur zwei Euro auf das Gelände – so mancher mit kleinerem Geldbeutel kann also das Open Air erleben. Viel Spaß und ein fröhliches Fest für alle, lautet die Devise. Was dann noch musikalisch von den beiden Bands geboten wird, kann sich nicht nur sehen sondern auch gut hören lassen.  
Dass er mit 18 in Düsseldorf rum lief, mit Pfefferminz unser Prinz ist und außerdem froh, dass er kein Dicker ist, lässt glasklar darauf schließen, dass Marius Müller Westernhagen eine tragende Rolle beim Open Air zukommt – wenn schon nicht in eigener Person, so doch durch die Coverband „SeXXy“. 
Das musikalische Lebenswerk der deutschen Rock-Legende wird mit allen seinen Facetten beim Open Air durch den Park der Heimvolkshochschule schallen. Unter anderem auch mit dem Ohrwurm „Sexy“, den die Coverband sich“ als Name gewählt hat. Gekonnt covern sieben Männer und eine Frau aus Porta Westfalica das, was Westernhagen ausmacht. Und mit dem zusätzlichen „X“ in ihrem Namen zeigen sie auch ihren eigenen Mehrwert an: nicht nur spielen, singen, die Bühnenshow gestalten wie Westernhagen, sondern dessen Songs leben ist ihre Devise. Schon lange sind sie landauf, landab mit diesen Songs unterwegs und sind allesamt zu der Band gekommen, weil sie echte Fans von Westernhagen sind. Laut und lästerlich wird es auf der Bühne zugehen, aber auch leise und verträumt. 
Nicht weniger mit lauten und leisen Tönen unterwegs ist die Band „The Mix“. Wer ihre Konzerte einmal miterlebt hat, weiß wie bewegend die Auftritte der integrativen Band sind. Der handgemachte Rock von Menschen mit Behinderung berührt und inspiriert zugleich. So entstehen Stimmungsbilder, die auch nach den Konzerten noch lange nachhallen können. Die noch junge Band aus Neuerkerode bei Braunschweig wurde in 2009 gegründet. Inzwischen ist „The Mix“ mit elf Bandmitgliedern selbst schon in Afrika und Amerika auf Tournee gegangen. 
Viele der Bandmitglieder mit Behinderung empfinden die Musik als Befreiung der Seele. Über die Musik werden Sehnsüchte geweckt, Zwänge abgebaut und Freude verschenkt. Und so versteht sich „The Mix“ als Botschafter für die Grundrechte von Menschen mit Behinderung in dieser Gesellschaft. Dass sie über diese Ansätze hinaus einfach gute Musik machen – davon können sich die Gäste beim Open Air selbst überzeugen. 
Einlass ist am 18. Juli ab 17.30 Uhr. Die Musik beginnt eine Stunde später. Karten kosten im Vorverkauf 14 Euro, ermäßigt zwei Euro, und an der Abendkasse 16 Euro, ermäßigt drei Euro. Vorverkaufsstellen sind im Fotostudio Drogerie Schulz in Rehburg, bei der Firma Schumacher in Loccum, in der „Romantik Bad Rehburg“, den „Schaumburger Nachrichten“ in Stadthagen, dem „DERPART“ Reise-Center in Stolzenau und im Service-Center von „Die Harke“ in Nienburg. Erhältlich sind Karten aber auch über die Hotline des KulTour-Vereins (0 57 66) 9 41 90 36 sowie über die Website www.kultur-verein.de
 

Einladung vom Kooperationspartner Alte Synagoge Petershagen

„Hans Keilson – Tagebuch 1944“

Buchpräsentation und Lesung mit Marita Keilson-Lauritz

Donnerstag, 25. Juni 2015 | 19:00 Uhr | Eintritt frei

Ort: Kulturzentrum „Altes Amtsgericht Petershagen“, Petershagen, Mindener Straße 16.

Marita Keilson-Lauritz  stellt das von ihr aus dem Nachlass ihres Mannes herausgegebene Tagebuch vor. Zusammen mit dem befreundeten niederländischen Dichter Jos Versteegen, der zurzeit die Gedichte von Hans Keilson ins Niederländische übersetzt, liest sie und erzählt über Hans Keilson, das Tagebuch, die Gedichte und nicht zuletzt über die Position zwischen zwei Kulturen.

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Der berühmte Psychoanalytiker Hans Keilson (1909-2011) hat sein Tagebuch – vor den deutschen Besatzern versteckt – 1944 im niederländischen Untergrund geführt. Überraschend ist die der Zukunft zugewandte Perspektive des in lebensbedrohender Bedrängnis geschriebenen Tagebuchs. Es geht neben dem gefährlichen Alltag in Illegalität und Krieg um eine Entscheidung zwischen zwei Frauen und zwei Berufen: Arzt oder Schriftsteller?

Ein bewegendes autobiografisches, zeithistorisches, literarisches Zeugnis und atemberaubendes Dokument, ergänzt durch 46 Sonette.

Internationale Begegnung 2015: 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs

Ein interessanter Artikel in der Harke vom 6.5.2015 über unser Kooperationsprojekt mit der Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau:2015-05-06 Karl Payuk

Ein großer Teil des Workshops sowie das Zeitzeugengespräch mit Karl Payuk fanden im Mehrgenerationenhaus Stolzenau statt.

DSC03182Die Teilnehmenden erfuhren außerdem während eines Rundgangs durch den Ort und über den jüdischen Friedhof viel Neues über die Geschichte der jüdischen Familien aus Stolzenau. DSC03326Zum ersten Mal seit der Verlegung wurden dabei die Stolpersteine in Stolzenau geputzt – von unserem Besuch aus Belarus und der Ukraine!Fotos: privat