Wer Interesse hat, sich regelmäßig zu treffen und Doppelkopf zu spielen – oder auch erstmal zu lernen – , kann sich unter 05761 9028006 melden.
Mal was ganz Anderes! Bridge?!?!

Bridge ist eine ideale Kombination aus Denksport und Spaß. Es lohnt sich, dieses faszinierende, spannende und abwechslungsreiche Kartenspiel zu lernen. Man spielt es auf der ganzen Welt nach denselben Regeln. Im Vergleich zu anderen Kartenspielen kann beim Bridge der Glücksfaktor beinahe ausgeschlossen werden. Erfolgsmomente stellen sich bereits nach kurzer Zeit ein. Und ganz nebenbei trainieren Sie auf unterhaltsame Weise Ihr Gehirn. Also: Karten zücken und los geht’s.
Wir starten mit einem VHS-Kurs, sobald sich 8 TeilnehmerInnen im Haus der Generationen angemeldet haben.
Der Sommer ist vorbei – nun ist wieder Zeit für Volkshochschulkurse!

- Das Smartphone/Tablet – Workshop Aufbau
Toleranz im Topf am 26.9.18!
Bereits zum neunten Mal startet die Kochaktion „Toleranz im Topf“ am Mittwoch, 26. September 2018 um 17 Uhr in der Helen-Keller-Schule, Zum Ravensberg 6, in Stolzenau. Herzlich eingeladen sind alle Familien in Stolzenau, für die jüngeren Kinder gibt es kleine Angebote zum Kochen und Spielen. Es wird um einen kleinen Geldbeitrag für die Auslagen (Lebensmittel) gebeten. Die Kochaktion endet nach dem gemeinsamen Essen und Aufräumen um 20.00 Uhr.
Deutsch als Zweitsprache

- Basiskurs ohne Vorkenntnisse (A1.1)
- Basiskurs für Alltag und Beruf (A1.2)
- Kurs A1.3 für Alltag und Beruf
BIBA Land: Beraten, Integrieren, Begleiten, Ankommen
Marja-Liisa Völlers (MdB) informiert sich über die Arbeit des aktuellen und geplanten Kooperationsverbunds für neue EHAP-Förderperiode 2019-20
Die Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers (MdB) informierte sich kürzlich in der Beratungsstelle WOHNWEGE des Vereins Herberge zur Heimat Nienburg e.V. über das Projekt „Teilhabe in der Peripherie – Inklusion von besonders Benachteiligten auf dem Lande“, das größtenteils vom „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP)“ gefördert wird. Ziel des EU-Programms ist die Reduzierung der Anzahl von Armut gefährdeten Menschen und die Verbesserung der sozialen Integration.
Der Verein Herberge zur Heimat Nienburg e.V. als Träger führt seit 2016 in Kooperation mit der Samtgemeinde Liebenau und dem Landkreis Nienburg das Projekt im Landkreis Nienburg durch. Während sich die Samtgemeinde verstärkt um EU-Zugewanderte kümmert, konnte die Beratungsstelle WOHNWEGE die Arbeit mit Wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen intensivieren.
„Über 500 Personen sind in Liebenau insbesondere aus Rumänien, Bulgarien und Polen zugewandert“, berichtet Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner. Besonders benachteiligten EU-Zugewanderten hätten Beratungs- und Unterstützungsleistungen des regulären Hilfesystems zugänglich gemacht werden können. WOHNWEGE konnte dank der EU-Förderung, die zu 10% aus Bundesmitteln aufgestockt wird, bisher über 300 Wohnungsnotfälle an das reguläre Hilfesystem anbinden und sozialräumliche Netzwerke knüpfen, berichtete Sozialarbeiter Matthias Mente. Die Unterstützung für besonders Benachteiligte gelte es nach Auslauf des Projekts Ende diesen Jahres zu erhalten.
Um die bisher gesammelten Erfahrungen ausbauen und weiterentwickeln zu können, will der Verein Herberge zur Heimat Nienburg als Projektträger den bisherigen Kooperationsverbund erweitern. Neben dem Haus der Generationen in Stolzenau und Bethel im Norden (Freistatt) gelang es auch, die Samtgemeinde Mittelweser als neue Kooperationspartnerin zu gewinnen. Mit dem Projekt „BIBA Land“ (Beraten, Integrieren, Begleiten, Ankommen in der Mitte Niedersachsens) sollen besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürger*innen an das reguläre Hilfesystems angebunden werden. Kontakt, Beratung und Information der Unionsbürger*innen sollen vom Haus der Generationen Stolzenau im Südkreis des Landkreises Nienburg sowie von den Beratenden der Samtgemeinde Liebenau im Nordkreis vorgenommen werden.
Ansprache, Beratung und Begleitung wohnungsloser oder von Wohnungslosigkeit bedrohter Personen zu lokal oder regional vorhandenen Hilfeangeboten sollen für den Landkreis Nienburg von der Beratungsstelle WOHNWEGE und für die Region Nordost des Landkreises Diepholz von Bethel im Norden durchgeführt werden. „Wir würden uns über politischen Rückenwind für unsere Interessenbekundung für den Antrag zur neuen Förderperiode 2019-20 freuen“, wendet sich Sozialarbeiter Matthias Mente an Marja-Liisa Völlers und trifft auf offene Ohren: „Armut auf dem Lande wird oftmals in der Wahrnehmung vernachlässigt“, so die Bundestagsabgeordnete. Es sei gut und wichtig, Hilfsangebote für diesen Personenkreis auch in ländlichen Regionen vorzuhalten. Wenn die Interessensbekundung die nächste Hürde Richtung Antrag für 2019-2020 nimmt, würden gut rund 600.000€ durch die EU-Förderung (EHAP und Landesmittel) in die Arbeit des Kooperationsverbunds fließen.
Los geht’s – der erste VHS-Kurs im neuen Studienjahr beginnt!
Geschichten vom Ankommen in Deutschland
Mitarbeiterinnen im „Haus der Generationen Stolzenau“ freuen sich sehr über zwei erfolgreiche „Fluchtgeschichten“

„Ich möchte gerne auf Ihr Angebot zurückkommen und Ihnen von zwei erfolgreichen Fluchtgeschichten berichten.“ Der Anruf von Ada Bobrova kam ganz unverhofft. Ursprünglich bei frau+wirtschaft in Nienburg für das Projekt „Förderung von Migrantinnen“ eingestellt, arbeitet die gebürtige Witebskerin, die vor rund zehn Jahren als Diplom-Juristin nach Nienburg kam, mittlerweile für das „Haus der Generationen“ in Stolzenau. Weil Ada Bobrovas Studium in Deutschland nicht anerkannt wurde, studiert sie jetzt in Hannover noch einmal. Jura. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit.
In Deutschland nicht anerkannt wurde auch das Studium von Umiiat Datadzhieva. Die heute 29-Jährige war in Russland als Lehrerin für Rechtswissenschaften tätig. Im November in Stolzenau angekommen, absolvierte die Russin zunächst einen A2- und anschließend einen B1-Kurs. Längst spricht die Mutter von vier Kindern nicht nur tschetschenisch und russisch, sondern auch deutsch.
„Und das, obwohl Flüchtlinge aus Russland eigentlich gar keinen Anspruch auf Sprachkurse haben. Die Plätze bleiben eigentlich Geflüchteten aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia vorbehalten. Doch der Landkreis ermöglicht auch Frauen wie Umiiat Datadzhieva die Teilnahme an dem für das berufliche Fortkommen wichtigen B1-Kurs“, ergänzt Ute Müller, seit 2007 Leiterin des Mehrgenerationenhauses an der Oldemeyer Straße.
Ab August besucht Umiiat Datadzhieva die Sozialpädagogikschule in Holtorf. Sie möchte Erzieherin werden. Um den täglichen Weg mit dem Bus von Stolzenau nach Holtorf und zurück macht sie sich gar keine Gedanken. „Das wird schon gehen. Ich weiß bereits, dass ich in Nienburg umsteigen muss“, so die 29-Jährige.
„Umiiat hat einen starken Willen“, betont Ada Bobrova. Und ergänzt: „Ihr Glück ist, dass sie Originalzeugnisse und ihren Originalpass dabei hatte.“ Das ist bei weitem nicht immer so. „Viele Geflüchtete haben bewusst nur Kopien mitgenommen, weil sie nicht riskieren wollten, die Originalunterlagen auf der Flucht zu verlieren. Für sie ist die Lage regelrecht desaströs. In Deutschland geht ohne Papiere gar nichts“, so Ute Müller.
„Aber versuchen Sie einmal, wie im Falle einer jungen Irakerin, die in Mossul ihr Abitur gemacht und jetzt ebenfalls Erzieherin werden möchte, in einer Stadt, in der alles kaputt ist, Papiere anzufordern“, so Ute Müller weiter.
Das Glück, seine Original-Unterlagen dabei zu haben, hat auch Omar Hamza. Der 48-Jährige hat im Irak als Agraringenieur gearbeitet. Sein Studium wurde in Deutschland anerkannt. Der 48-Jährige lebt mit seiner Familie seit Juni 2016 in Stolzenau. Der Iraker hofft sehr, dass er die Prüfung am Ende des B2-Kurses besteht und er anschließend eine gute Arbeit findet. Seine Frau absolviert gerade den B1-Kurs.
Für diejenigen, die die lateinischen Buchstaben bereits beherrschen – beispielsweise, weil sie in der Schule oder im Studium englisch hatten – dauern die Kurse neun Monate. Zwei Drittel der Zeit wird damit verbracht, die deutsche Sprache in Wort und Schrift zu erlernen, im dritten Drittel geht es auch um Politik und Gesellschaft. „Das ist wichtig“, betont Ute Müller, „die Geflüchteten wollen und müssen ja wissen, in was für einem Land sie leben.“
Umiiat Datadzhieva und Omar Hamza und ihre Familien fühlen sich sehr wohl in Stolzenau. Sie haben eine schöne Wohnung und nette Nachbarn. Auch mit den Kindern läuft alles gut. Die Lehrerin für Rechtswissenschaften mit ihren Kindern nachmittags Lese- und Gedächtnisübungen. Der älteste Sohn von Omar Hanza – gelernter Automechaniker – hat gerade seinen Führerschein bestanden.
Ins Haus der Generationen kommen beide Familien gerne. Wegen der netten Atmosphäre, aber auch, wenn sie Hilfe haben möchten.
Allerdings sind die Familien Datadzhieva und Hamza bei weitem nicht die einzigen, die die Hilfe von Ute Müller und ihren Kolleginnen Ada Bobrova, Ebru Öztürk und Sadiye Actas benötigen.
Sehr zu schaffen macht den meisten, dass ein Familiennachzug nahezu unmöglich ist. Selbst im Fall der beiden drei und vier Jahre alten irakischen Kinder, die in der Samtgemeinde Mittelweser bei ihrer Oma und ihrem Onkel leben. In ihrem Fall ist längst geklärt, dass die Eltern, die in Griechenland in einer Flüchtlingsunterkunft leben, zu ihren Kindern dürfen.
„Doch sie kommen und kommen nicht. Die Kinder gehen jeden Abend mit der Hoffnung ins Bett, dass die Eltern am nächsten Tag vor der Tür stehen. Doch bisher vergebens“, so Ute Müller und Ebru Öztürk. Nachfragen laufen ins Leere. Die deutschen Behörden sähen die Schuld bei den griechischen und andersherum. „Dabei haben die Kinder ein Recht auf Familie. Sie stehen in Deutschland unter dem Schutz des Staates“, gibt Ebru Öztürk zu bedenken.
Oder die Mädchen, die mit ihrem Brüdern und ihrem Vater in der Samtgemeinde Mittelweser untergebracht wurden. Da ihnen nur subsidiärer Schutz zugesprochen sei, sei es für die nahezu unmöglich, die Mutter, die in der Türkei festsitzt, jemals wiederzusehen.
„Wir erleben immer häufiger, dass sich Kinder, bei denen zunächst alles positiv läuft, mit der Zeit verändern. Vermutlich, weil bis dahin verdrängte Fluchterfahrungen wieder aufbrechen“, so Ute Müller.
Ebru Öztürk würde sich im Interesse von Geflüchteten wie Einheimischen sehr wünschen, dass es – nicht nur im Falle zwei behinderter Kinder – einen Wegweiser durch den äußerst komplexen Dschungel sich ständig ändernder Vorschriften gebe.
Freuen würde man sich in Stolzenau außerdem, wenn die Auskünfte von Integrationskoordinatorin Ellen Mühlenhof-Rabe vom Jobcenter in Nienburg auch im Jobcenter in Stolzenau Gültigkeit hätten.
1. Mai in Nienburg
Auch am Feiertag im Einsatz: Unsere neue Kollegin Ada Bobrova! Hier und heute in Nienburg mit dem Paten des MGH, Kultusminister Grant Hendrik Tonne, und Kooperationspartner Karim Iraki. Danke, Ada!
Toleranz im Topf
Habt ihr Donnerstag schon was vor? Besseres Essen findet man nirgends!

